BID Sand-Hölertwiete

Platz da! – Harburgs Markt im Wandel

 

Am 02. Oktober 2020 eröffneten Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt und Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen symbolisch die neugestaltete Marktfläche am Sand.

 

Mit einem symbolischen Eröffnungsakt durch Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt und Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen wurde der Abschluss des Umbaus der Marktfläche und des umliegenden Straßenraums auf dem Marktplatz Sand begangen.

Der älteste Wochenmarkt in Hamburg hat einen neuen Platz bekommen. Seit über 400 Jahren gibt es den Wochenmarkt in Harburg. Die Schaffung eines attraktiven Marktes mit hoher Aufenthaltsqualität war ein wichtiges Projekt des Fördergebiets Harburger Innenstadt / Eißendorf-Ost im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE). Für rund 4,2 Millionen Euro wurden die Marktfläche am Sand und die angrenzenden Flächen in Harburgs Mitte saniert. Dafür wurden RISE-Mittel sowie Mittel des Hamburger Plätze Programms, des Bezirksamts Harburg sowie des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und des Business Improvement Districts (BID) Sand / Hölertwiete gebündelt eingesetzt. Entstanden ist ein neuer attraktiver Stadtraum, der nun offiziell eingeweiht wurde. Realisiert wurde die Gesamtmaßnahme durch das Bezirksamt Harburg – Fachamt Management des öffentlichen Raumes.

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Der Marktplatz Sand ist ein ganz besonderer, denn es gibt diesen Markt seit mehr als 400 Jahren. Die neu gestaltete Marktfläche Sand zeigt sehr anschaulich, wie wir durch Investitionen unseres Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) diesen öffentlichen Raum aufwerten und die Lebensqualität in den Quartieren verbessern. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Durch die Umgestaltung wurde der Marktplatz schöner und funktionaler und ist als Treffpunkt für alle nun noch ansprechender. Er trägt dazu bei, die Harburger Innenstadt zu einem attraktiven, belebten Zentrum entwickeln. Ich danke allen Beteiligten an diesem gelungenen Projekt herzlich für ihr großes Engagement. Sie haben das ganz großartig gemacht.“

Sophie Fredenhagen, Bezirksamtsleiterin Harburg: Der Wochenmarkt Sand hat eine große Bedeutung für die Harburger Innenstadt, denn er ist für viele Bürgerinnen und Bürger ein zentraler Begegnungsort. Es freut mich, dass Hamburgs ältester Wochenmarkt mit dem neuen Marktplatz, der durch eine hohe Aufenthaltsqualität und einem attraktiven Erscheinungsbild hervorsticht, den Innenstadtbereich belebt und mehr denn je zum Einkaufen und Verweilen einlädt.“

Hintergrundinformation

Ziele des Umbaus:

  • Schaffung eines attraktiven Innenstadt- und Markt- / Platzbereiches mit hoher Aufenthaltsqualität
  • Gestalterische und funktionale Aufwertung des öffentlichen Raumes mit neuem Erscheinungsbild und einladender Atmosphäre.
  • Verbesserung der internen Wegeverbindungen und Anbindung an die angrenzenden Straßenräume.
  • Stärkung der Zukunftsperspektiven des Wochenmarktes und seines Umfeldes.

Wesentliche Maßnahmen:

  • Verlegung eines einheitlichen Klinkerbelags um eine zusammenhängende Flächenwirkung im gesamten Projektgebiet zu erzeugen.
  • Schaffung von Aufenthaltsbereichen mit neuem Mobiliar.
  • Verbesserung der Barrierefreiheit.
  • Stärkung der Stichstraße Sand für Fußgänger durch die Verbreiterung des Gehweges.
  • Schaffung von Außengastronomieflächen.
  • Ausschluss von Parkverkehr durch versenkbaren Elektro-Poller.
  • Erneuerung der Elektroversorgung für die Marktbeschicker durch versenkbare Unterflurelektranten mit ausreichend Starkstromanschlüssen.
  • Pflanzung von 12 stadtklimaverträglichen Bäumen, abgedeckt mit überfahrbaren Baumrosten; Baumart: Gleditschie, mehrstämmig, malerischer Wuchs.
  • Erneuerung der Beleuchtung.

Besonderheiten:

  • Einbau von ca. 400.000 Stück Klinkern
  • Multifunktionale Klima-Baumstandorte in der Hölertwiete, ausgezeichnet mit dem Bundespreis Stadtgrün 2020. Auslober: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: Baumpflanzungen mit innovativer Dachwasserversorung als Reaktion auf die Klimaerwärmung, Interdisziplinäres Projekt, Monitoring über integrierte Messtechnik durch die HCU und Uni Hamburg.
  • Punktuelle Markierung der Parkplätze auf dem Marktplatz mit Thermoplastik

o   weiße Markierungsquadrate von jeweils 5 x 5 cm

o   gestalterisch auf das diaogonal verlegte Pflastermuster abgestimmt

Bauablauf:

  • Beginn der Planung: Frühjahr 2016
  • Baubeginn: April 2019
  • Geschätzte Gesamtbauzeit: 12 – 14 Monate
  • Tatsächliche Bauzeit: 17 Monate
  • Wesentliche Gründe für Bauzeitverlängerung:

o   Vergrößerung der Baumscheiben im Bereich des Schillerdenkmals zur Erhaltung der Bäume als Reaktion auf in der Bauphase freigelegte, flach ausgebildete Wurzelteppiche.

o   Nachträglicher Einstieg in das Programm ‘BlueGreenStreets’ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Baumgruben inklusive Messtechnik der HCU (HafenCity Universität) und Uni Hamburg zur Untersuchung von Bodenwasser und –luft.

o   Zusätzlicher Bau einer gepflasterten Rampe zur Verbesserung der Barrierefreiheit und Ladenzugänglichkeit.

o   Zusätzliche Erneuerung der Asphaltdeckschicht im Bereich der Straße Sand.

o   Berücksichtigung von Corona-bedingten Einschränkungen

  • Fertigstellung: September 2020

Räumlicher Umfang der Umbaumaßnahme

  • Marktplatz Sand
  • Stichstraße Sand
  • Hölertwiete
  • Fläche um das Schillerdenkmal
  • nördlicher Gehweg Straße Sand

Wesentliche Beteiligte / Umsetzende

  • Federführung Bezirksamt Harburg

o   Fachamt Managament des Öffentlich Raumes

o   Fachamt Sozialraummanagement

  • Behörde für Wirtschaft und Inovation – BID-Angelegenheiten
  • BID Sand / Hölertwiete
  • steg Hamburg GmbH als RISE Gebietsentwickler
  • Landschaftsarchitektur arbos Freiraumplanung
  • Verkehrsplanung Argus Stadt und Verkehr
  • Örtliche Bauüberwachung Ingenieurbüro ZAK
  • Ausführende Firma Schmidt & Neben, Tief- und Straßenbau aus Schwerin

Sonstiges:

Der Abbruch der Blumenmarktfläche und die Errichtung des Neubaus am Westrand der Marktfläche sind eigenständige Maßnahmen. Der Abriss soll voraussichtlich im Herbst 2020 beginnen. Während der Arbeiten wird der Wochenmarkt erneut auf den Rathausplatz ziehen.

Weitere Infos zum Gebiet erhalten Sie unter https://www.hamburg.de/harburg/rise-foerdergebiet-harburger-innenstadt-eissendorf-ost/.

Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt.

Hamburg soll als gerechte und lebenswerte Stadt weiterentwickelt und der soziale Zusammenhalt gefördert werden. Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen, mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren.

Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert.

In den RISE-Fördergebieten werden Nachverdichtungspotenziale aktiviert, Neubaupotenziale erschlossen und Wohnungsbestände stabilisiert und damit zur Entlastung des Wohnungsmarkts und zu einer angemessenen Wohnraumversorgung für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen beigetragen.

Hamburg umfasst derzeit 28 RISE-Quartiere, die in den verschiedenen Programmen der Bund-Länder-Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 37 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.

Weitere Informationen unter www.bid-sand.de